„Ich wollte das, also habe ich es angepackt.“ – Vivian über ihre Ausbildung zur Rettungssanitäterin
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Wenn Vivian heute auf die vergangenen Monate zurückblickt, ist sie vor allem stolz auf ihre Entschlossenheit. Denn neben ihrem Beruf als Erzieherin und dem Alltag mit drei Kindern zusätzlich eine Ausbildung im Rettungsdienst zu absolvieren, verlangt einiges an Organisation, Disziplin und Durchhaltevermögen.Doch Vivian ist niemand, der lange zögert. „Wenn ich mir etwas in den Kopf setze und ein Ziel vor Augen habe, dann fackele ich nicht lange. Ich überlege nicht monatelang, sondern ich mache es einfach und setze es um."
Heute hat Vivian ihre Qualifikation zur Rettungshelferin NRW mit Bravour bestanden und befindet sich auf dem direkten Weg zur Rettungssanitäterin. Ihr Weg zeigt eindrucksvoll, dass eine Ausbildung im Rettungsdienst auch mit familiären Verpflichtungen möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man bereit ist, für sein Ziel loszugehen.
Zwischen Beruf, Familie und dem Wunsch nach Veränderung
Vivian arbeitet als Erzieherin. Ein Beruf, der Verantwortung, Geduld und Organisationstalent verlangt. Trotzdem spürte sie schon länger, dass sie sich beruflich weiterentwickeln möchte.
Der Rettungsdienst faszinierte sie von Anfang an. Die Mischung aus Medizin, Teamarbeit und der direkten Hilfe für Menschen sprach sie sofort an. Als die Entscheidung gefallen war, gab es für sie kein langes Abwägen mehr.
Sie wollte diesen Weg gehen. Also begann sie damit.
Geht das überhaupt mit drei Kindern?
Genau diese Frage stellen sich viele Menschen, die sich für eine Ausbildung im Rettungsdienst interessieren. Besonders Eltern fragen sich oft, ob sich Beruf, Familie und Ausbildung überhaupt miteinander vereinbaren lassen.
Auch Vivian hatte diese Gedanken.
„Natürlich war die größte Frage für mich: Wie lässt sich die Praxis mit drei Kindern organisieren? Aber ich möchte zeigen, dass es geht. Man muss sich nicht von der Situation blockieren lassen.“
Da ihre Familie weiter entfernt lebt und sie vor Ort kaum Unterstützung durch Angehörige hat, war schnell klar, dass Planung und Organisation eine entscheidende Rolle spielen würden.
Doch anstatt sich von den Herausforderungen bremsen zu lassen, suchte Vivian nach Lösungen.
Warum ein starkes Netzwerk den Unterschied macht.
Eine Ausbildung im Rettungsdienst schafft niemand allein.
Davon ist Vivian überzeugt.
Besonders wichtig war für sie die Unterstützung ihres Mannes, mit dem sie trotz räumlicher Trennung eine enge und vertrauensvolle Elternpartnerschaft lebt.
„Wir haben eine unglaublich gute Elternpartnerschaft. Mein Mann unterstützt mich großartig und hält mir den Rücken frei. Er übernimmt die Kinderbetreuung während meiner Ausbildungs- und Praxisphasen und sorgt dafür, dass ich den Kopf frei habe. Ohne diesen Rückhalt wäre das schlichtweg nicht möglich.“
Gemeinsam schaffen sie die Grundlage dafür, dass Vivian ihre beruflichen Ziele verfolgen kann.
Für sie ist deshalb klar: Wer sich weiterentwickeln möchte, sollte die Menschen um sich herum einbeziehen und Unterstützung annehmen.
Lernen auf Augenhöhe
Neben dem privaten Rückhalt spielte auch die Atmosphäre an der DRK Rettungsdienst Akademie Euskirchen eine wichtige Rolle.
Gerade als berufstätige Mutter war es für Vivian wichtig, sich nicht als „eine von vielen“ zu fühlen, sondern individuell begleitet zu werden.
Genau das hat sie erlebt.
„Vom ersten Tag an herrschte hier ein Lernen auf Augenhöhe. Das gesamte Team der Akademie und die Dozenten unterstützen uns, wo sie nur können. Man merkt einfach, dass alle Beteiligten wollen, dass man es schafft.“
Besonders beeindruckt hat sie der Umgang innerhalb der Kurse.
„Als Gruppe wächst man in kürzester Zeit unglaublich zusammen. Man lernt miteinander, unterstützt sich gegenseitig und trägt sich gemeinsam durch die Ausbildung. Man fühlt sich nie allein gelassen.“
Für Vivian war das weit mehr als Unterricht. Es war das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Der Moment, auf den alles hinauslief
Der wohl schönste Moment war das Bestehen der Rettungshelfer-Prüfung. Nicht nur wegen des Ergebnisses. Sondern weil damit schwarz auf weiß feststand, dass sich der Einsatz gelohnt hatte.
„Darauf war ich unglaublich stolz.“
Für Vivian war dieser Erfolg der Beweis, dass sie ihre Ziele auch unter anspruchsvollen Bedingungen erreichen kann. Und gleichzeitig die Motivation, den nächsten Schritt zu gehen.
Ihr Rat an andere Eltern und Berufstätige
Wenn Vivian heute mit Menschen spricht, die ähnliche Gedanken haben wie sie damals, dann hat sie eine klare Botschaft:
„Man sollte sich nicht von Zweifeln bremsen lassen. Ja, man braucht Struktur, die passende Akademie und Menschen im Hintergrund, auf die man sich verlassen kann. Aber wenn diese Säulen stehen, ist der Rettungsdienst absolut erreichbar. Mein Rat ist ganz einfach: Trau dich, nutz die Unterstützung um dich herum und setz es um.“
Ihr Weg ist noch nicht zu Ende. Doch eines hat sie bereits bewiesen:
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit perfekten Voraussetzungen. Sondern mit der Entscheidung, einfach anzufangen.